




Linz, du gleißendes Kaff: Hier gibt's Brot und Stahl, und überall das Auge des Gesetzes. Deine Augenbrauen sind die Hügel des Mühlviertels. Deren Bewohner verspottest du, und doch müssen wir alle für dich hackeln.
Nicht spurlos vorüber ging Peter Androschs Großprojekt „Akustikon“ – nicht nur, weil es noch bis Jahresende zu besuchen ist. Eine Empfehlung für alle, die immer schon wissen wollten, wie sich etwa Planeten anhören. Wer weder Geld noch Zeit für eine Weltreise hat (oder in Linz nichts versäumen will), der oder die kann im silbernen Kubus auf dem Hauptplatz, dem Basislager von 80+1, wenn schon nicht physisch, so zumindest virtuell verreisen.
Was ist jetzt mit der nagenden „Zeit“? Einiges Gerede, wenngleich kein aufgeregtes Geschnatter, erhob sich ob des Linz09-Artikels in der „Zeit“. Dass international agierende Kulturmanager bei einem Journalisten aus Hamburg besser wegkommen als die in dessen Augen provinziellen lokalen KunstmacherInnen, hat aber auch schon einmal mehr überrascht. Kritik bietet sich billig wegen einiger falsch geschriebener Namen an. Doch auch Lob für die garstige Schelte der Presse oder pragmatischer Mängel wie die suboptimale Anbindung an den Flughafen. Das darf schon stören.
Aber wer will schon weg im Sommer.